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Standort & Handwerk
Warum der Honig schmeckt, wie er schmeckt
Geschmack kommt nicht aus dem Glas, sondern vom Hang, vom Wetter und davon, wann man schleudert. Hier steht, wo unsere Bienen stehen und was wir mit dem Honig machen — und was nicht.
Am Eichelberg, 96138 Burgebrach
Zwei Standorte, 1,4 km auseinander
Der Hauptstand liegt direkt hinter dem Hof, am Übergang von Streuobstwiese zu Mischwald. Eichen, Linden, alte Apfelbäume, dazwischen Brombeere und Wiesenblumen — diese Mischung gibt unserer Frühtracht ihren blütigen Ton.
Im Juli stellen wir einen Teil der Völker 1,4 km weiter an die Dorflinden am alten Friedhof. Dort ernten wir die Lindenblüte. Wandern heißt für uns also: eine kurze Fahrt mit dem Anhänger, kein Lkw quer durchs Land.
Ein Jahr am Stand
So läuft die Saison
Imkern ist Warten, mit ein paar intensiven Wochen dazwischen. Grob sieht unser Jahr so aus:
März–April: Auswintern, erste Durchsicht, Völker auf Stärke prüfen. Wer schwach ist, wird vereinigt, nicht künstlich gepäppelt.
Mai–August: Honigräume aufsetzen, Schwarmkontrolle alle neun Tage, schleudern, wenn die Waben verdeckelt sind.
August–September: Einfüttern mit eigenem Sirup, Varroa-Behandlung mit Ameisensäure — kein Standardrezept, sondern nach Befall.
November–Februar: Ruhe. Wir reparieren Rähmchen, kochen Wachs ein und planen die nächste Saison. Die Bienen lassen wir in Frieden.
Verarbeitung
Kalt geschleudert, doppelt gesiebt
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Erst, wenn er reif ist
Wir warten, bis mindestens zwei Drittel der Wabe verdeckelt sind. Der Wassergehalt liegt dann unter 18 % — das prüfen wir mit dem Refraktometer.
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Nicht erhitzt
Geschleudert wird in der Hofkammer bei Raumtemperatur. Wir erwärmen nichts über 40 °C, damit Enzyme und Aroma erhalten bleiben.
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Eine Charge bleibt eine Charge
Wir mischen keine Schleuderungen. Auf jedem Etikett steht das Datum — so schmecken Sie auch den Unterschied zwischen zwei Sommern.
Eine ehrliche Bemerkung
Warum wir nicht bio-zertifiziert sind
Das werden wir oft gefragt, also direkt: Wir tragen kein Bio-Siegel. Unsere Standorte liegen am Waldrand fern von intensiver Landwirtschaft, wir füttern mit eigenem Sirup und behandeln die Varroamilbe nur mit organischen Säuren — das deckt sich mit vielem, was eine Bio-Zertifizierung verlangt.
Aber: Zertifizierung kostet Geld und vor allem Zeit, jedes Jahr aufs Neue. Bei 38 Völkern, die wir zu zweit nebenher betreuen, steht dieser Aufwand schlicht nicht im Verhältnis. Uns ist lieber, Sie kommen am Samstag vorbei und wir erklären Ihnen alles selbst. Wenn Ihnen ein Siegel wichtig ist, sind wir vielleicht nicht die richtige Imkerei — und das ist völlig in Ordnung.
Lieber selbst anschauen?
Samstags von 9–13 Uhr können Sie am Hof vorbeischauen. Bei Interesse zeigen wir Ihnen auch die Stände am Eichelberg.
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